01Redaktionelle Tiefe und Eigenleistung
Alle drei Mitte-Einträge stammen aus APA-OTS, also dem Presseaussendungs-Kanal der FPÖ, und enthalten keine redaktionelle Bearbeitung oder journalistische Einordnung. oe24 liefert demgegenüber zumindest eine kurze eigenständige Schlagzeile, bleibt aber ebenfalls ohne inhaltliche Substanz. Weder Mitte noch Rechts bieten Kontext, Gegenpositionen oder Experteneinschätzungen — die gesamte verfügbare Berichterstattung ist damit entweder Partei-PR oder reine Nachrichtennotiz.
02Schuldzuschreibung und Verdachtsrahmung
Die FPÖ-Aussendungen bei APA-OTS formulieren explizite Verdachtsmomente gegen die StA Krems und stellen die Frage nach politischem Einfluss auf Ermittlungen — Schilchegger spricht von 'kritischen Fragen', Hafenecker von 'schwarzen Fäden'. oe24 hingegen benennt lediglich die StA Krems als 'im Fokus', ohne Verdachtsformulierungen zu übernehmen oder zu verstärken. Die Schuldzuschreibungs-Logik der FPÖ findet sich damit ausschließlich im OTS-Kanal, nicht in eigenständiger Medienberichterstattung.
03Personalisierung der Vorwürfe
Die FPÖ-Aussendungen personalisieren stark: Hafenecker fragt nach einer konkreten 'Befehlskette' und wer den Auftrag für die Handy-Übergabe gab, Schilchegger nennt spezifische Verfahrensschritte als Belege. oe24 bleibt vollständig unpersönlich und nennt keine handelnden Personen außer dem institutionellen Fokus auf die Staatsanwaltschaft.