01Sprachliche Dramatisierung
Der Standard und die Mittelmedien Kurier und Kleine Zeitung verwenden sachliche, neutrale Sprache ('durchbrachen', 'stürmten', 'herbeigeführt'). Die Kronen Zeitung setzt hingegen auf emotionale Intensivierung mit Begriffen wie 'wilde Szenen', 'Chaoten' und der Video-Ankündigung 'Hier im Video', was den Vorfall als Spektakel statt als Sicherheitsproblem rahmte.
02Individualisierung von Heroismus
Während Standard, Kurier und Krone sich auf die Fankollektive konzentrieren, hebt die OÖ Nacht allein der Trainer-Widerstand hervor. Diese Personalisierung schafft eine Nebenerzählung vom couragierten Einzelnen gegen die Masse, die in anderen Outlets völlig fehlt und die Aufmerksamkeit von der Sicherheitsfrage ablenkt.
03Kontextualisierung des Abstiegs
Nur die Krone nennt explizit den 'bereits feststehenden Abstieg' als Kontext für die Ausschreitungen. Andere Medien lassen diese Kausalität aus, was die Frage nach strukturellen Gründen für die Eskalation implizit offenlässt. Die Krone nutzt diesen Kontext aber eher zur Dramatisierung denn zur Analyse.
