01Einseitige Medienabdeckung
Ausschließlich Links-Medien — Falter (mit drei Beiträgen) und Der Standard (mit zwei Beiträgen) — berichten über das neue Handbuch. Mitte- und Rechts-Medien sind nicht erfasst, weshalb kein direkter Lager-Vergleich möglich ist. Diese Abwesenheit ist selbst ein Befund: Die Publikation findet medial ausschließlich in jenem Spektrum Resonanz, das dem Thema inhaltlich nahesteht.
02Schwerpunkt FPÖ-Verortung
Innerhalb des Links-Lagers setzt vor allem der Falter einen explizit politischen Schwerpunkt, indem er die Frage 'Wie gefährlich ist die FPÖ?' direkt im Titel führt und im Podcast die Verbindung Kickls zur rechtsextremen Szene thematisiert. Der Standard bleibt etwas zurückhaltender und betont stärker den wissenschaftlich-dokumentarischen Charakter des Werkes als Nachschlagewerk, ohne die FPÖ namentlich in den Vordergrund zu stellen.
03Tonalität und Wertung
Der Falter bewertet das Handbuch offen positiv ('auf das ich lange gewartet habe') und nimmt damit eine klar advocacy-nahe Haltung ein. Der Standard wählt einen nüchterneren, berichtenden Ton ('Großes Interesse', 'Orientierung im rechtsextremen Dickicht') und bleibt näher an einer klassischen Veranstaltungsberichterstattung, auch wenn die Grundhaltung gegenüber dem Werk ebenfalls affirmativ ist.