01Einseitige Lagerabdeckung
Ausschließlich Boulevardmedien des rechten Spektrums — Kronen Zeitung und oe24 — berichten über die Anzeige gegen Armin Wolf. Links- und Mitte-Medien sind nicht erfasst, weshalb kein direkter Frame-Vergleich zwischen den politischen Lagern möglich ist. Innerhalb des rechten Boulevards zeigen Krone und oe24 jedoch einen weitgehend deckungsgleichen Blickwinkel: Beide betonen den möglichen Regelverstoß und die politische Reaktion Kickls, ohne erkennbar abweichende Schwerpunkte zu setzen.
02Wortwahl und Tonalität
Die Kronen Zeitung wählt mit 'Aufruhr am Küniglberg' und 'Attacke' eine emotionalisierende Sprache, die institutionelle Erschütterung suggeriert. oe24 bleibt mit Formulierungen wie 'Verstoß gegen ORF-Ethikkodex' etwas sachlicher im Framing, bindet aber Kickls Reaktion ein und verleiht der Story damit eine parteipolitische Dimension. Beide Outlets setzen Wolf als handelndes Subjekt ('Wolf attackiert', 'Wolf wegen Attacke'), was die Schuldzuschreibung bereits im Titel vorwegnimmt.
03Politische Einbettung
oe24 verknüpft die Story explizit mit FPÖ-Chef Kickl und stellt dessen Reaktion als eigenständiges Nachrichtenereignis dar, was der Affäre eine parteipolitische Rahmung gibt. Die Kronen Zeitung konzentriert sich demgegenüber stärker auf den institutionellen Aspekt — den ORF selbst und den Ethikkodex — ohne Kickl prominent in den Titel zu rücken. Diese Nuance bleibt jedoch marginal; beide Outlets bedienen im Kern denselben Frame.