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Live·Aktualisiert vor 7 h·zuerst: Der Standard·sicherheit

Terrorexperte: "Die Politik glaubt, nach jedem Anschlag Stärke zeigen zu müssen"

Worum geht's

Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 ordnen mehrere Terrorismus- und Nahost-Experten die Folgen des Ereignisses ein. Die Anschläge, bei denen rund 3.000 Menschen ums Leben kamen, gelten als Katalysator des modernen Jihadismus und haben laut Experten die Weltpolitik nachhaltig verändert. Diskutiert werden die Wirksamkeit des US-amerikanischen 'Kriegs gegen den Terror', die aktuelle Bedrohungslage durch selbstradikalisierte Einzeltäter sowie sicherheitspolitische Konsequenzen für Europa und Österreich.

Terrorexperte: "Die Politik glaubt, nach jedem Anschlag Stärke zeigen zu müssen"
BildDer Standard
So rahmen die Lager
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Medien pro Lager · 7 insgesamt
Links

Der Standard wählt mit Edwin Bakker einen niederländischen Experten, der den 'Krieg gegen den Terror' als gescheitert bezeichnet und die politische Neigung zu Stärke-Demonstrationen nach Anschlägen kritisiert. Der Fokus liegt auf der Ineffizienz militärischer Antworten im Vergleich zu polizeilicher Geheimdienstarbeit.

Mitte

Salzburger Nachrichten, Kleine Zeitung, Tiroler Tageszeitung und Kurier stützen sich überwiegend auf die APA-Meldung mit Terrorexperte Nicolas Stockhammer und rahmen 9/11 als welthistorischen Wendepunkt, der bis heute wirkt. Die Tiroler Tageszeitung ergänzt mit Nahost-Experte Guido Steinberg eine kritische Analyse der US-Kriegsführung, die islamistischen Terror eher gestärkt als geschwächt habe.

Rechts

eXXpress übernimmt die APA-Meldung zu Stockhammer weitgehend unverändert, während Die Presse einerseits den Anstieg der Hochrisiko-Gefährder und konkrete Sicherheitsmaßnahmen wie Fußfesseln für islamistische Gefährder thematisiert und andererseits den geopolitischen Machtverlust der USA analysiert.

31 · Leichte SpaltungSehr hohe Konfidenz·7 Medien
Blinder Fleck

Rechts-Medien beleuchten kaum die Kritik an politischen Überreaktionen. Links-Medien thematisieren nicht die aktuelle Gefährderlage in Österreich oder konkrete Sicherheitsforderungen.

KI-Frame-Analyse · verifiziert gegen Originalartikel
So unterscheiden sich die Lager

01Expertenauswahl und Perspektive

Der Standard wählt mit dem Niederländer Edwin Bakker eine internationale Stimme, die explizit politische Überreaktionen nach Anschlägen kritisiert. Mitte-Medien wie Salzburger Nachrichten, Kleine Zeitung und Tiroler Tageszeitung setzen auf den österreichischen Experten Nicolas Stockhammer via APA, der eine sachlich-analytische Bilanz zieht. Die Presse hingegen kombiniert Stockhammer mit einer eigenständigen geopolitischen Analyse und stellt konkrete Sicherheitsforderungen in den Raum, während eXXpress die APA-Vorlage ohne eigene Einordnung übernimmt.

02Fokus auf Bedrohungslage vs. Politikkritik

Der Standard priorisiert die Frage, ob staatliche Antworten auf Terror verhältnismäßig und wirksam sind, und stellt die Effizienz von Geheimdienstarbeit gegenüber politischen Stärke-Gesten heraus. Die Presse hingegen rückt die wachsende Zahl an Hochrisiko-Gefährdern und die Forderung nach Sicherheitsverwahrung in den Mittelpunkt — ein deutlich präventiv-sicherheitspolitischer Rahmen. Mitte-Medien bleiben demgegenüber deskriptiver und ordnen 9/11 historisch ein, ohne explizite Handlungsempfehlungen zu formulieren.

03Bewertung des US-Antiterrorkrieges

Sowohl Der Standard (Bakker) als auch die Tiroler Tageszeitung (Steinberg) und Die Presse kommen zum Ergebnis, dass der 'Krieg gegen den Terror' gescheitert oder kontraproduktiv war — hier besteht über Lagergrenzen hinweg weitgehend Konsens. Die Unterschiede liegen im Ton: Der Standard formuliert dies als politische Kapitalismuskritik an Reaktionsmustern, Die Presse als geopolitische Machtanalyse über den Statusverlust der USA, während Mitte-Medien diese Kritik eher implizit über Expertenaussagen transportieren.

04Aktuelle Sicherheitspolitik Österreichs

Die Presse ist das einzige Medium, das konkrete sicherheitspolitische Maßnahmen für Österreich — Sicherheitsverwahrung, Fußfesseln für Gefährder — explizit als Expertenfordering darstellt. Mitte-Medien erwähnen zwar die Gefahr durch Einzeltäter, leiten daraus aber keine spezifischen Forderungen ab. Der Standard und eXXpress thematisieren die österreichische Sicherheitspolitik in den vorliegenden Snippets nicht.

Wer hat zuerst berichtet

Zeitachse · 9 Medien
  1. Der Standard

    08:09

    Zuerst
  2. Tiroler Tageszeitung

    11:06

    +5 T
  3. Kurier

    15:55

    +5 T
  4. Die Presse

    17:59

    +5 T
  5. Die Presse

    18:00

    +5 T
  6. Tiroler Tageszeitung

    03:00

    +6 T
  7. Kleine Zeitung

    03:05

    +6 T
  8. Salzburger Nachrichten

    03:08

    +6 T
  9. eXXpress

    09:30

    +6 T

9 Artikel

Direkt zu den Quellen
STDDer Standardlinks·vor 6 T

Terrorexperte: "Die Politik glaubt, nach jedem Anschlag Stärke zeigen zu müssen"

Der Krieg gegen den Terror nach 9/11 habe die Welt nicht sicherer gemacht, sagt der Niederländer Edwin Bakker. Polizeiliche Geheimdienstarbeit hingegen wirke

Originalartikel
TTTiroler Tageszeitungmitte·vor 1 T

9/11 und der Krieg gegen den Terror: „Die Ursünde der Terrorbekämpfung“

Die Kriege der Vereinigten Staaten gegen den Terror nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind nicht nur ins Leere gelaufen, sagt Nahost-Experte Guido Steinberg. Sie hätten den islamistischen Terror noch gestärkt.

Originalartikel
KURKuriermitte·vor 1 T

Der Terror von 9/11: Ein Tag, der die Welt veränderte

25 Jahre nach den Terroranschlägen von 9/11 sind die Folgen bis heute zu spüren: Von den geopolitischen Erschütterungen im Nahen Osten bis zur Angst vor islamistischem Terror in den Köpfen der Menschen.

Originalartikel
PREDie Presserechts·vor 22 h

9/11: Im „Krieg gegen den Terror“ verspielten die USA ihren Status als Hypermacht

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wollten die USA den Nahen Osten umgestalten. Profitiert hat davon auch Irans Regime. Und in Afghanistan herrschen erneut die Taliban. Doch auch al-Qaida...

Originalartikel
PREDie Presserechts·vor 22 h

Der Terror nach 9/11: „Die Zahl der Hochrisiko-Gefährder wächst“ [premium]

„Die größte Bedrohung für Österreich ist nach wie vor der islamistische Terrorismus“, sagt Extremismusforscher Nicolas Stockhammer im „Presse“-Interview. Zudem fordert der Experte die Möglichkeit der Sicherheitsverwahrung und der Fußfesseln für radikal-islamistische Gefährder.

Originalartikel
TTTiroler Tageszeitungmitte·vor 13 h

Terrorexperte: 9/11 hat Welt vielfach verändert

Terror vom 11. September 2001 gilt als "Mutter aller Anschläge"

Originalartikel
KLZKleine Zeitungmitte·vor 13 h

Terrorexperte: 9/11 hat Welt vielfach verändert

Die Anschläge vom 11. September 2001 mit rund 3.000 Toten haben "die Welt in vielfacher Hinsicht verändert". Sie seien "die Geburtsstunde des modernen Jihadismus" gewesen und dienten Terroristen weiterhin als Vorbild, sagt der Terrorexperte Nicolas Stockhammer zum 25. Jahrestag von 9/11 gegenüber der APA. Die größte Gefahr für Europa gehe heute aber "von selbstradikalisierten Einzeltätern" aus. Künstliche Intelligenz und Drohnen würden sehr bald eine größere Rolle spielen.

Originalartikel
SNSalzburger Nachrichtenmitte·vor 13 h

Terrorexperte: 9/11 hat Welt vielfach verändert

Die Anschläge vom 11. September 2001 mit rund 3.000 Toten haben 'die Welt in vielfacher Hinsicht verändert'. Sie seien 'die Geburtsstunde des modernen Jihadismus' gewesen und dienten Terroristen weiterhin als Vorbild, sagt der Terrorexperte Nicolas Stockhammer zum 25. Jahrestag von 9/11 gegenüber der APA. Die größte Gefahr für Europa gehe heute aber 'von selbstradikalisierten Einzeltätern' aus. K…

Originalartikel
EXXeXXpressrechts·vor 7 h

Terrorexperte 25 Jahre nach 9/11: „Anschlag hat Welt vielfach verändert“

Die Anschläge vom 11. September 2001 mit rund 3.000 Toten haben "die Welt in vielfacher Hinsicht verändert". Sie seien "die Geburtsstunde des modernen Jihadismus" gewesen und dienten Terroristen weiterhin als Vorbild, sagt der Terrorexperte Nicolas Stockhammer zum 25. Jahrestag von 9/11.

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