01Kritikfokus der Berichterstattung
Beide rechts verorteten Medien berichten kritisch, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Die Presse rückt die inhaltliche Dimension in den Vordergrund und fragt, welches Thema beim Forum ausgespart blieb. eXXpress hingegen konzentriert sich auf die Prozessebene und kritisiert, dass nur 10 von 33 Stiftungsräten geladen wurden — was Peter Westenthaler als 'besondere Schande' bezeichnet. Während Die Presse also eher redaktionell-analytisch vorgeht, wählt eXXpress eine schärfere, personalisierte Sprache mit expliziter Politikerkritik.
02Umgang mit Bablers Mottoversprechen
eXXpress stellt das Veranstaltungsmotto 'Offen. Relevant. Für alle.' explizit dem Vorwurf der selektiven Einladungspraxis gegenüber und erzeugt so einen bewussten Widerspruch. Die Presse greift das Motto nicht auf, sondern berichtet sachlicher über Konsens und Differenzen zwischen Babler und der ORF-Führung. Diese unterschiedliche Verwendung des Eigenwerbemottos zeigt, wie eXXpress stärker auf rhetorische Kontrastierung setzt.
