01Thematische Abdeckung
Der eXXpress greift den Aachener Prozess dezidiert auf und bettet ihn in eine migrations- und sicherheitspolitische Erzählung ein, während der Kurier denselben Fall vollständig unbeachtet lässt und stattdessen ein neutrales Rechtsthema behandelt. Damit besteht faktisch keine gemeinsame Berichterstattungsebene zwischen den beiden erfassten Outlets. Diese thematische Nicht-Überschneidung macht einen direkten Frame-Vergleich zur Aachener Vergewaltigung zwischen den Lagern unmöglich.
02Migrations-Narrativ
Der eXXpress stellt Herkunftsland und Aufenthaltsstatus der Beschuldigten explizit in den Titel und verknüpft den Einzelfall mit einer Sieben-Jahres-Statistik, um ein strukturelles Muster zu konstruieren. Demgegenüber findet sich beim Kurier kein migrations- oder sicherheitspolitischer Frame — das Medium setzt in seiner erfassten Berichterstattung auf ein konsumentenahe Rechtsthema ohne politischen Kontext. Links-Medien sind nicht erfasst, weshalb eine Dreiecks-Gegenüberstellung ausbleibt.
03Geografische Ausweitung
Auffällig ist, dass der eXXpress den Aachener Fall durch den expliziten Wien-Verweis ('Wien führt keine vergleichbare Erhebung') in den österreichischen Kontext überträgt und so eine innenpolitische Relevanz herstellt. Der Kurier nimmt diese transnationale Einordnung nicht vor. Die Ausweitung von einem deutschen Gerichtsfall auf österreichische Verhältnisse ist ein spezifisches Framing-Mittel des rechts-konservativen Outlets.
