01Headline-Frame zur Maßnahme
Standard und ORF wählen neutrale, faktenorientierte Schlagzeilen, die die Verdoppelung der Strafen als schlichten Sachverhalt transportieren. Die Kronen Zeitung und die Kleine Zeitung folgen demselben deskriptiven Muster. Die Presse hingegen setzt mit 'Social-Media-Verbot funktioniert nicht' einen explizit wertenden Rahmen: Die Strafverschärfung wird nicht als Konsequenz, sondern als Eingeständnis eines Scheiterns präsentiert — ein Frame, der bei keinem anderen Outlet so direkt erscheint.
02Regierungs-Argumentation
Der Standard zitiert die australische Regierung direkt mit dem Vorwurf, Tech-Konzerne täten 'nicht genug', und stellt damit die staatliche Handlungsmotivation in den Vordergrund. ORF und Kleine Zeitung übernehmen diesen Sachverhalt ohne eigene Rahmung. Die Presse demgegenüber verschiebt die Kausalität: Nicht das Versagen der Konzerne, sondern das Versagen des Verbots selbst erklärt demnach die Verschärfung.
03Österreichischer Bezug
Einzig die Kleine Zeitung stellt einen expliziten Österreich-Bezug her: Ein Meinungsartikel argumentiert, man solle trotz der australischen Schwierigkeiten an einem Social-Media-Verbot für Jugendliche festhalten. Alle anderen Outlets — Standard, ORF, Presse, Krone — beschränken sich auf die Berichterstattung über Australien ohne erkennbare Transferleistung zur heimischen Debatte.