01Zusammenhang zwischen Statistiken
Der Standard verbindet die beiden Datenströme implizit über das Motiv ‚menschliches Leid' — Migration ist angestiegen, aber viele Migranten leben in Armut. OÖ Nachrichten und Kurier präsentieren die Verdreifachung der jährlichen Migration und den Rückgang der Vertriebenen-Zahl als separate Meldungen ohne erklärendes Scharnier. Der Standard nutzt zudem die KI-Methodik als Qualitätsmarker; die MitteMedien fokussieren neutral auf Zahlentransport ohne methodische Einordnung.
02Interpretation von ‚Rückgang'
Der Standard liest den UN-Bericht humanitär: Vertriebene sind zwar weniger geworden, aber die verbleibenden Millionen leiden unter Armut und Exil. Kurier und OÖ Nachrichten berichten den Rückgang als primäre Nachricht, erwähnen aber ebenfalls die Warnung vor Armut — allerdings ohne Gewichtung, ob dieser Rückgang positiv oder ambivalent zu bewerten ist. Der Standard erzählt eine Geschichte von strukturellem Elend trotz Verbesserungen; die Mittemed berichten eine Faktenfolge.
03Geografische Gewichtung
Kurier erwähnt explizit ‚starken Zustrom in den Nahen Osten' und kontextualisiert damit die Migrationszahlen regional. Der Standard und OÖ Nachrichten bleiben globaler, nennen aber konkrete Rückkehr-Länder (Afghanistan, Syrien, Sudan). Die Mittemed geben mehr geografische Handgriffe; der Standard bevorzugt globalere Framing mit humanitärer Dimension.
