01Framing der Kritik
Der Kurier stellt die Budgetkritik als Konflikt zwischen zwei gegensätzlichen Lagern dar — Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer — und betont das 'soziale Ungleichgewicht' als zentralen Vorwurf der Arbeitnehmerseite. Die Presse hingegen vereint beide Seiten unter dem Begriff 'Welle an Kritik' und konstruiert damit ein Bild breiter, lagerübergreifender Ablehnung gegenüber der Regierung, ohne die innere Spannung zwischen den Kritikern zu betonen.
02Konkretheit der Kritikpunkte
Die Presse nennt im Titel bereits konkrete Streitthemen — Pensionen, Lohnsteuer und KöSt — und gibt der Berichterstattung damit eine inhaltlich spezifischere Ausrichtung. Der Kurier bleibt im Snippet abstrakter und beschreibt die Kritik eher auf der Ebene der Interessenvertretungen, ohne einzelne Budgetposten explizit hervorzuheben.
03Adressat der Kritik
Während der Kurier die Sozialpartner als zentrale Akteure ins Zentrum rückt und die Regierung eher implizit bleibt, macht Die Presse die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos explizit zum Adressaten der Kritik. Dieser Unterschied im Framing verschiebt den Fokus vom internen Interessenskonflikt hin zur politischen Verantwortlichkeit der Regierung.