01Gewichtung der Tötungszahl vs. Kampagnen-Element
Der Standard führt mit der aggregierten Tötungszahl (1300 seit 2020) und stellt sie als Bestandsproblem dar. Der Kurier und besonders die APA gewichten stärker die Kampagnen-Ankündigung und prominente Unterstützung; die APA nennt explizit Schauspieler Seberg und den Kampagnen-Slogan "Wild sein ist kein Verbrechen". Der Standard konzentriert sich auf die Faktenlage, während Mitte-Medien stärker den Advocacy-Charakter des WWF-Statements hervorheben.
02Differenzierung legale vs. illegale Tötungen
Der Standard erwähnt, dass nur ein Teil der Tötungen auf Wilderei zurückgeht, deutet aber an, dass auch legale Abschüsse problematisch sind. Der Kurier und APA sind expliziter: Sie führen "legale und illegale" als gleichrangige Kategorien auf und rahmen damit die Frage nach der Berechtigung legaler Abschüsse offener. Der Standard lässt diese Unterscheidung subtiler, was einer kritischeren Grundhaltung gegenüber dem gesamten Abschusssystem entspricht.
03Tonalität und Problemrahmen
Der Standard nutzt direkt emotionalisierende Wortwahl: "getötet" (im Teaser) und nennt die Arten einzeln (Fischotter, Biber, Wölfe), was Nähe und Betroffenheit suggeriert. Der Kurier bleibt sachlicher mit "geraten ins Visier" und "auf der Abschussliste". Die APA-Meldung ist maximalist neutral und informativ. Keine Medien-Schicht äußert sich zur Gegenposition (Schadensabwehr, Bestandsmanagement).